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Musical ist eine Kurzform für die englischen Begriffe „Musical Drama“, „Musical Comedy“, „Musical Play“ bzw. „Musical Fable“. Eine genaue Definition des Begriffes ist sehr schwierig, da das Wort Musical eine enorme Stilfülle beinhaltet. Eine Definition wird des Weiteren dadurch erschwert, dass das Musical ein sich stets veränderndes Genre ist, beeinflusst durch musikalische Trends der entsprechenden Zeit und auch durch die Vorlieben des Publikums.

Geschichte
Das Musical entwickelte sich wie komische Oper und Operette aus dem Singspiel. Die Ursprünge des Musicals finden sich in New York um 1900. Die entscheidende Rolle spielte hierbei der Broadway, der als Schmelztiegel unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Hautfarben, Konfessionen und sozialen Schichten gilt. So flossen in ersten Musicals die verschiedensten Einflüsse ein: Swing und Jazz (Afroamerikaner), witzige Revuen der englischen Einwanderer, der wichtige Einfluss der Operette aus Paris und Wien und das Flair der Wild-West Shows. Es galt das Kriterium: je exotischer und aufwändiger die Show, desto mehr Erfolg war ihr gewiss; so gewannen Bühneneffekte, Tanzeinlagen und Kostüme eine immer wichtigere Stellung.

Als erstes Musical überhaupt gilt das 1866 produzierte "The Black Crook".
Der Broadway, der auch heute noch (neben dem West End in London) als Zentrum der Musicalwelt gilt, verhalf den frühen Musicals durch die große Konkurrenz der einzelnen Theater zu rasch steigender Qualität.

Das Filmmusical
Die Entwicklung des Filmmusicals, die durch die Entwicklung des Tonfilms in den 1930er-Jahren ins Rollen gebracht wurde und parallel zur Weiterentwicklung am Broadway verlief, machte die Gattung „Musical“ weltweit beliebt. Mit dem Filmmusical wurden am Anfang der dreißiger aber auch gleich neue Aufnahmetechniken erfunden. Die sogenannten Overheadshots machten die Choreographien von Busby Berkley, der für Warner Brothers Musicals produzierte, zum Markenzeichen.
Es fand ein reger Ideenaustausch statt zwischen dem Musicalzentrum Broadway und Hollywood, dem Mittelpunkt der Filmproduktion. So wurden viele der Broadway-Erfolge verfilmt, genauso wie später Filme als Musical-Vorlage dienten. Das Medium „Film“ eröffnete dem Musical völlig neue Dimensionen und ermöglichte mehr Perfektion sowie üppigere Ausstattung.

Weiterentwicklung des Musicals
Bisher waren Gesellschaftskritik oder –konflikt meist kein Thema in den Musicals. Vor allem die Probleme der Jugendlichen waren nicht vertreten. Die Musik war geprägt von einfachen und unterhaltsamen Songs, die nicht miteinander zusammenhingen und in die gesprochenen Dialoge eingeschoben waren. Nach dem 2. Weltkrieg begannen die Musicals in ihrem Inhalt und ihrer Gestaltung anspruchsvoller zu werden. Die Komponisten begannen, ernste Stoffe zu verarbeiten. Ganz wesentlich prägte die „West Side Story“ von Leonard Bernstein die Entwicklung des Musicals.

Das moderne "Rock"- Musical
Ende der 60er Jahre gingen neue Ideen und Klänge, beeinflusst durch Woodstock, Underground-Musik, etc. auch an den Musicals nicht vorbei, ohne Spuren zu hinterlassen. Zu dieser Entwicklung gehörte auch das Musical „Hair“ von 1967, das sich intensiv mit den Problemen Jugendlicher und deren aktueller Lage beschäftigt. Durch eingebaute Mitspielszenen wurde die Barriere zwischen (jugendlichen) Darstellern und dem Publikum gebrochen. Auch der musikalische Stil und die Instrumentalisierung passten sich den neuen Anforderungen an. Aktuelle Rockmusik verdrängte Orchester- und Jazzelemente. Des Weiteren setzte sich eine neue Tendenz in der Kompositionsweise durch: die früheren handlungstragenden Dialoge im „natürlichen“ Sprachstil verschwanden, es wurde nun, wie in vielen großen Opern, durchgehend gesungen. Die Musik schaffte so einen lückenlosen Zusammenhang. In diese Zeit gehören:
Andrew Lloyd Webber- "Jesus Christ Superstar" (1971)
"Hair" (1967)
Richard O'Brien- "The Rocky Horror Show" (1973)

Moderne Musicals
Im Musical hat die Bühnenproduktion absoluten Vorrang. Die Show ist im Musical also in gewisser Weise wichtiger als die Musik für sich allein. Auch deshalb wurden Ende des 20. Jahrhunderts in vielen Städten spezielle Musical-Theater gebaut, um dort ein bestimmtes Musical aufzuführen und dieses optimal zu präsentieren. Zudem ist das Musical, wie bereits beschrieben, keinesfalls auf ein bestimmte musikalische Richtung festgelegt, auch ein einzelnes Werk kann verschiedenste Stile beinhalten und vereinen. Dies schlägt sich auch in der Gesangstechnik wieder. Vor allem bei den Frauenstimmen wird dies deutlich. Stimmen, die auch in höheren Lagen eine progressive Lautstärke und Emotion haben, bei denen der Text allerdings gut verständlich ist, um besonders gefühlsbetonte Balladen oder schwungvolle Uptempo-Nummern zu singen, nennt man Beltstimmen. Dies ist eine eigene Gesangstechnik, die in den heutigen Musicals anscheinend unerlässlich ist. Das Musical Les Misérables, übrigens das meistgesehene Musical der Welt und somit für seinen Produzenten Cameron McIntosh eine lukrative Einnahmequelle, ist dafür ein gutes Beispiel. In fast allen modernen Musicals finden wir diese Stimmen (gute Beispiele: Starlight Express, Aida, Cats und We Will Rock You).

Verschiedene Musicals
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